Bezirksorganisation Scheibbs

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„Mehr Mittel für ländliche Entwicklung!“

Bäuerinnen und Bauern sind verlässliche Partner; die vielen kleinen bäuerlichen Betriebe sind wichtig für den ländlichen Raum, pflegen die Landschaft und sorgen für gesunde und regionale Produkte.

„Wir müssen dafür sorgen, dass diese bäuerlichen Betriebe entsprechend gefördert werden und nicht hauptsächlich die industrielle Landwirtschaft. Wir müssen weg vom Modell, wonach Betriebe mit dem höchsten Einkommen die meisten Agrarsubventionen erhalten. Das ist eine Notwendigkeit für die kleinen bäuerlichen Familienbetriebe – sonst stirbt der ländliche Raum“, argumentierte Nationalratsabgeordnete Bürgermeisterin Renate Gruber heute in ihrer Rede zur anstehenden Neuverhandlung der nächsten Förderperiode der gemeinsamen EU-Agrar-Förderpolitik (Gemeinsame Agrarpolitik Förderperiode 2020+).

Der ländliche Raum ist aber weit mehr als der Bauernhof alleine, so Gruber weiter. Alle Menschen im ländlichen Raum müssen von Programm für ländliche Entwicklung profitieren. Wesentlich mehr Mittel müssen in soziale Dienstleistungen investiert werden. „Nur so gibt es in Zukunft Kindergärten mit langen Öffnungszeiten, Pflegeeinrichtungen, Gesundheitsvorsorge, Breitbandinfrastruktur, öffentliche Anbindung und ausreichende Taktfahrpläne.“ Dann werden junge Frauen und Männer die Möglichkeit haben, sich für ihrer Region zu entscheiden und nicht abwandern müssen. „Gute Luft und schöne Landschaften sind nicht genug. Nur ausreichende Infrastruktur sorgt für Perspektiven. Fehlen diese, wandern die Menschen ab - und dann stirbt die Region“, sagte Gruber abschließend.

 

Bild: Simonis/Parlament: Nationalratsabgeordnete Bürgermeisterin Renate Gruber